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Manfred Enser

Ich malte einst in der Volksschule einen Löwen. Niemand außer mir konnte ihn erkennen. Ein Kunstwerk und die anderen konnten es nicht sehen. Viel später im Zoo: Ein echter Löwe. Ich musste ihn fotografieren. Das Bild war super scharf und die Farben toll. Es war aber auch gewöhnlich und sah langweilig aus.

Unsere Welt. Eine Mischung von Alltäglichkeit und Banalität. Der Gang der Dinge. Vertraut und Gewöhnlich. Zeichnen mit Licht. Der Versuch das Schöne im Verborgenen zu finden und ins rechte Licht zu rücken. Wo die Welt doch voll von besonderen Dinge ist: Schön, Geheimnisvoll, Außergewöhnlich. Die reizvollste Aufgabe waren mir immer Menschen, die in ihrer Vielfältigkeit durch nichts übertroffen werden können. Kein Wesen verbindet Schönheit und Geheimnis wie die Frau. Was gibt es besseres als dieses Strahlen zum Ausdruck zu bringen. Auch der Mann als deren Ergänzung und Widerspruch verdient seinen Platz. Ich stelle mein Werk und Wirken in den Dienst jener Wesen die wir jeden Tag begegnen und die für uns die Welt sind.